Gott wischt unsere Tränen ab

Es gab Zeiten und Gelegenheiten in eurem Leben und in meinem, in denen wir Schmerz und Entbehrung ertragen mussten. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass da die machtvolle Hand Gottes über uns war. „Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht.“ (Jes 25,8) Wenn eine Person schwierige Zeiten durchstehen muss, beginnt sie zumeist, Gott anzuklagen. „Was schreist du über deinen Schaden und dein arges Leiden? Wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden habe ich dir das getan.“ (Jer 30,15) Ist das nicht die Ursache unseres Kummers und unserer Leiden? Was – außer Tränen – bekommt denn ein Mensch, der Gott nicht kennt, und der nicht einmal versucht, Gott kennenzulernen? „Dein Verhalten und Tun haben dir das eingebracht. Deine bösen Taten sind schuld, dass es so bitter steht, dass es dich bis ins Herz trifft.“ (Jer 4,18) Die Heilige Schrift sagt, dass der böse Mensch niemals den Frieden des Herzens erlangen kann. Der Herr sagt „Die Ruchlosen finden keinen Frieden“. (Jes 48,22) „Wasche dein Herz vom Bösen rein, Jerusalem, damit du gerettet wirst.“ (Jer 4,14) Um die Konsequenzen dessen zu erleben, muss man seine Augen zu Gott erheben, welcher die Fülle der Barmherzigkeit ist. Lasst uns diesem Thron Seiner Barmherzigkeit nahen, wenn wir Drangsale erleiden!

„Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.“ (Hebr 4,16) Unser Gott ist die Liebe. (1 Joh 4,8) ER, welcher nichts anderes ist als die Liebe selbst, wird uns nicht fernbleiben in unserem Elend. Würde ein liebender Vater einfach nur zusehen, wenn er sieht, dass sein geliebter Sohn verzweifelt zusammenbricht und am Ertrinken ist? Nein. Wir sind die Kinder unseres Gottes, des Herrn. „Auch wenn dir der Herr bisher nur wenig Brot und nicht genug Wasser gab, so wird er, dein Lehrer, sich nicht mehr verbergen. Deine Augen werden deinen Lehrer sehen…“ (Jes 30,20)

Schwierigkeiten und Zucht

Gott lässt Schwierigkeiten in unserem Leben zu als ein Mittel, wie wir die Zucht erlernen. Ein Prediger kam einmal in eine unbewohnte Gegend. Da er müde war, setzte er sich unter einen Baum. Nicht weit von ihm entfernt graste eine Kuh mit ihrem Kalb. Ein wenig später kam ein Mann, um die Kuh zurück in den Stall zu bringen, aber so sehr er sich auch bemühte, die Kuh wollte nicht mit ihm gehen. Er ließ die Kuh zurück und ging nur mit dem Kalb davon. Als der Prediger das sah, fragte er den Mann, warum er der Kuh das Kalb wegnahm. Dieser antwortete, dass er dies deshalb tat, weil die Kuh ihm folgen würde, sobald er ihr Kalb mit sich führen würde. Und so geschah es! Die Kuh folgt ihm plötzlich.
So verhält es sich auch mit uns: wenn Gott uns alles wegnimmt, was uns lieb ist – unseren Frieden, Freude, Zufriedenheit, unseren Reichtum – dann erst beginnen wir, Gott zu suchen. „Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern.“ (Apg 17,27) „Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden…“ (Jer 29,13-14)

Wir sollen nicht wanken, wenn wir durch Zeiten der Drangsal durchgehen müssen und wenn da keiner an unserer Seite steht, der uns tröstet.
Gott will uns keine Leiden verursachen. Er will, dass wir jederzeit in Frieden und in Freude leben. In 1 Thess 5,16 sagt der hl. Paulus, dass Gott, der möchte dass wir allezeit in Frieden und Freude leben, unsere Freude niemals versiegen lassen wird. „Denn nicht freudigen Herzens plagt und betrübt er die Menschen.“ (Klgl 3,33)

Gott ist mit uns

Wir sollen nicht wanken, wenn wir durch Zeiten der Drangsal durchgehen müssen und wenn da keiner an unserer Seite steht, der uns tröstet. Der Herr selbst ist mit uns. Wir sind in IHM. „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir…“ (Apg 17,28) Seine siegreiche Hand wird uns in allen Schwierigkeiten beistehen. (Jes 4,10; 4,13) Er ist Seinem Wort treu. Er ändert Sein Wort nicht. „Der Herr ist treu in all seinen Worten, voll Huld in all seinen Taten.“ (Ps 145,13) „Gott ist kein Mensch, der lügt, kein Menschenkind, das etwas bereut. Spricht er etwas und tut es dann nicht, sagt er etwas und hält es dann nicht?“ (Num 23,19)

Er kann gar nicht anders, als dich letztlich von Tränen und Kummer zu befreien. Ihm stehen deine Beschwernisse und deine Plagen deutlich vor Augen. Er nimmt sie sogar auf sich. „Warum darf der Frevler Gott verachten und in seinem Herzen sagen: «Du strafst nicht»?“ (Ps 10,13) „Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.“ (Hebr 7,25) Die, die ihre Augen zu IHM erhoben, wurden gerettet. Ihnen wurde ein großartiger Friede geschenkt.

Gott ist die Quelle des wahren Friedens. Lieber Freund, schüttle deine Tränen des Schmerzes ab und empfange Befreiung und das Heil, welches dir ganz nahe ist. „Ich selbst bringe euch das Heil, es ist nicht mehr fern; meine Hilfe verzögert sich nicht. Ich bringe Hilfe für Zion und verleihe Israel meine strahlende Pracht.“ (Jes 46,13) „Ja, ich labe den Ermatteten und sättige den Verschmachtenden.“ (Jer 31,25) Glaube unerschütterlich an Seine Verheißungen. ER erzählt keine Lügen. ER hasst Falschheit. ER vernichtet die Lügner. „Du lässt die Lügner zugrunde gehen, Mörder und Betrüger sind dem Herrn ein Gräuel.“ (Ps 5,7) Gott, der die Wahrheit und die Liebe ist, wird Sein Wort halten. Wenn wir zu Gott, der immer mit uns ist, beten, dann wird ER unserer Tränen abwischen und uns Seinen Frieden geben. „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ (Phil 4,6-7)


Edwin P.E.

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