Glaubensheld

Vor 46 Jahren starb Ivan Moiseyev, ein junger Rumäne, in der ehemaligen Sowjetunion den Märtyrertod. Sein Leben kann uns als Vorbild dienen. Er war Soldat in der Sowjetarmee, wo jener Glaube verbreitet war, den wir alle haben, aber mit einem Unterschied: sein Glaube war ansteckend. Wenn jemand die Grippe hat, sind die Chancen groß, dass sie auch jemand anderer bekommt. So ist es auch mit dem Glauben.

Moiseyev sprach mit Offizieren und Kameraden über seinen Glauben. Und in den Baracken sang er über die Herrlichkeit Christi, obwohl dies streng verboten war. Jenen, die ihm drohten, antwortete er „Eine Lerche, die man mit dem Tod bedroht, weil sie ihre Lieder singt, wird ihre Lieder weitersingen, weil sie ihre Natur nicht verleugnen kann. Genauso ist es mit uns Christen.“ Seine Lieder brachten Soldatenkameraden zu Jesus Christus.

Zur Strafe wurde ihm aufgetragen, die ganze Winternacht nur mit einer Sommeruniform bekleidet im Freien stehend vor der Baracke zu verbringen. Er wurde geschlagen. Am Ende starb er durch einen Messerstich ins Herz, fast so wie Jesus, dessen Herz von einem Speer durchbohrt wurde. Dadurch hatte auch er Anteil an den Wunden Jesu.

Heldenhaft ertrug er alle Leiden und er sprach davon, dass ein Engel ihm das himmlische Jerusalem gezeigt hatte. Als ungebildeter Mann beschrieb er die Engel wie kein Theologe sie hätte beschreiben können. Er sagte „Engel sind durchsichtig. Wenn ein Engel vor dir steht und ein Mensch hinter ihm, hindert dich die Gegenwart des Engels nicht daran, den Menschen dahinter zu sehen. Im Gegensatz dazu: wenn du einen Menschen durch einen Engel ansiehst, erscheint er dir gleich viel schöner.

Ich sehe meine Peiniger durch einen Engel. Auf diese Weise werden sogar sie liebenswert.“

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