Erfahrungen und Spiegelungen

Menschen, die sich dem Leid mit lediglich menschlicher Einstellung nähern, können nicht verstehen, was es bedeutet und werden deshalb in Niederlagen leicht aufgeben; sie werden das Leid bestenfalls dulden, dem Unausweichlichen mit Niedergeschlagenheit und Resignation begegnen. Wir Christen aber, die wir im Glauben unterwiesen worden sind, wissen, dass Leid in ein Werkzeug der Erlösung verwandelt werden kann, wenn wir es Gott aufopfern, und in einen Weg der Heiligkeit, der uns in den Himmel führt. Für einen Christen ist Leid kein Grund zur Traurigkeit, sondern ein Grund zur Freude: die Freude der Erkenntnis, dass am Kreuz Jesu Christi jedes Leid erlösenden Wert hat.

Auch heute wieder lädt uns der Herr ein, indem ER spricht „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28) Richte deinen Blick also auf IHN in der sicheren Hoffnung, dass er dir Erleichterung verschaffen wird, dass du in IHM Trost finden wirst. Fürchte dich nicht, IHM deine Leiden zu zeigen, und manchmal auch deine Einsamkeit. Opfere ihm deine tägliche Liste an kleinen und oft großen Kreuzen auf – auf diese Weise werden sie dich nicht niederdrücken, auch wenn sie oft untragbar erscheinen, denn Christus selbst wird sie für dich tragen: „Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ (Jes 53,4)

Wenn du Christus auf diesem Weg folgst, wirst du die innere Freude fühlen, die jenen zuteilwird, die Gottes Willen tun. Eine Freude, die sich mit Leid vereinbaren lässt, weil es die Freude der Kinder Gottes ist, die wissen, dass sie dazu berufen sind, Jesus ganz aus der Nähe nachzufolgen auf dem Weg nach Golgotha.

 

Joy Kizhakkayil

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